… nicht so einfach, mit den Namen

da hat er sich nun ein neues Projekt ans Bein gebunden. In den letzten Wochen habe ich die Zeit damit verbracht, das Erbe meines Vaters aufzuarbeiten. Zeit habe ich ja aktuell leider mehr als genug.

Für die, die mich nicht kennen – ich heisse Andreas. Das ist kein Geheimnis und steht dank der gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz ja auch überall. Einen Nachnamen habe ich natürlich auch – den habe ich, man glaubt es kaum – von meinem Vater geerbt. Aber nicht, wie man nun vielleicht denken könnte, weil er verstorben ist und ihn nicht mehr braucht. Den habe ich schon seit meiner Geburt. Beide – mein Vorname und mein Nachname haben mich durch mein ganzes Leben begleitet und mir gute Dienste erwiesen.

Das erste mal kompliziert wurde es am Ende der Pubertät. Da wollte man dann von mir wissen, ob ich mit “Andreas” oder mit “Herr Bühne” angesprochen werden möchte. Ich fand das albern – denn die, die mit der Frage als Erste um die Ecke kommen, sind die Lehrer, die dich jahrelang geduzt haben.

Also für mich war es immer einfach: Ich bin Andreas, Herr Bühne ist mein Vater.

Nun ist der aber letztes Jahr verstorben. Meine Logik wankt also ein wenig – meine Argumentation ist im Eimer. Wenn mein Vater tot ist, macht mich das zu Herrn Bühne? Muß ich jetzt bei allen die ich kenne rumeiern und denen erklären, das sich die Sachlage geändert hat und ich nun nicht mehr Andreas sondern Herr Bühne bin?

Oder ….. kann ich den Pokal einfach weitergeben? ich bleibe Andreas und mein Sohn wird “Herr Bühne”?

Schwierig schwierig ….. wobei ich ja eigentlich bei nem ganz anderen Thema war, als ich diesen Text begonnen habe. Ich gehe mal davon aus, das Du das hier gelesen hast. Wenn nicht, wird’s Zeit.

Ich wollte den Text mit einem Namen unterschreiben …. aber nicht mit Meinem. Das erschien mir irgendwie zu spießig, zu konventionell. Es sollte schon was Netzwürdiges sein. Was mich ein wenig charakterisiert und dem ganzen hier gerecht wird. Ernst ist das Leben oft genug.

Ich kann da ein Lied von singen – erzähle ich Euch noch – im Moment reicht es zu wissen, das ich sehr schlecht zu Fuß bin und mich über längere Strecken (länger fängt bei 20m) an, bevorzugt mit dem Rollstuhl bewege.

Also kann man in Anlehnung an Asterix und Obelix vielleicht “Gehtnix” in Erwägung ziehen. Aber mal ehrlich – ich bin nicht der Typ bei dem nix geht – Kopf in den Sand bringt nix, irgendwas geht immer. Auch dazu werden wir in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten noch kommen.

Ich habe mich erstmal für Rollix entschieden. In diesem Sinne:

Rock and Roll, Leute!

Euer Rollix

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