… organisierte Volksverdummung

Bild von Julia Schwab auf Pixabay


Ich habe den Eindruck die Welt verblödet. Und das wird regelrecht vom System gefördert. Man muss sich nur mal die heutigen Printmedien anschauen – früher gab es mal sowas wie Lektoren. Die haben dafür gesorgt, das man die Tagespresse flüssig lesen konnte ohne bei jedem zweiten Wort in die Zeitung zu kotzen.

Andererseits wurde unser Schulsystem in den letzten Jahren dermaßen ausgehöhlt, das das ohnehin kaum noch einer merkt. Liest eigentlich überhaupt noch jemand Zeitungen? Und wo sollten da noch Lektoren herkommen, die die Fehler finden würden?

Was ich so mitbekommen habe, ist korrektes Schreiben und Lesen ja heut zu tage nicht mehr so das Thema. Wir haben damals – ich rede hier von den frühen 80er Jahren des letzten Jahrhunderts – noch schön schreiben gelernt. Es gab Blätter wie Notenpapier – darauf wurden Schwungübungen gemacht. Reihenweise kleine e, dann Reihen von kleinen a und großen l – bis sie alle gleich aussahen. Ich habe es gehasst. Bei allen anderen sah das gleichmäßig aus – nur bei mir wollte es nicht werden. Und damals gab es noch Noten für Schrift auf dem Zeugnis. Ist zum Glück irgendwann abgeschafft worden. So konnte dann auch aus mir noch was werden.

Als unser Junior in die Schule kam, war das Schönschreiben schon seit Jahrzehnten Geschichte. Also hat man auch die Linienblätter abgeschafft. Schreiben lernt man mit Druckbuchstaben – Schreibschrift braucht die Welt nicht.

Das mag im Computerzeitalter zutreffen – aber es ist unstrittig, das sich mehr konzentriert, wer sauberer schreibt. Das haben wir auch an unserem Junior beobachten können. Wenn man drauf drängt, das leserlich geschrieben wird (wir haben einfach Linienpapier gekauft) verbessert sich auch die Rechtschreibung.

Aber wer braucht das schon. Da sagt einem dieses Leerpersonal(!) ins Gesicht, das die Rechtschreibung nicht so wichtig sei – solange man versteht was gemeint ist. Ok, das erklärt natürlich, warum es keine Lektoren mehr gibt.

Die Ansprüche und damit der Bedarf sind aber auch derbe gesunken in den letzten Jahrzehnten. Hatte man früher nicht wesentlich mehr als Nachrichten und deutsche Spielfilme, bei denen es mehr auf Wortwitz (seufz, der Rühmann war schon Einer) oder aber auf realitätsnahen Klamauk (Hansi Kraus und Theo Lingen…..), bei denen man den Kopf noch eingeschaltet lassen musste, so ist ein funktionierendes Hirn beim heutigen Fernsehprogramm doch eher hinderlich. Frauentausch – Das Sommerhaus der Stars – Bachlor und Bachlorette (hat überigens nichts mit dem Studiengang und dem dadurch zu erreichenden Bildungsgrad zu tun) ….

Also eigentlich alles ganz logisch – wir fahren die Bildung zurück …. dann passen wir den Anspruch an – dann merkt auch keiner, das was im Busch ist. Allerdings kann man mit den Volldeppen natürlich nichts mehr anfangen – und man kann die ja nicht alle als C, D und F Promis in irgendwelche Container stecken. Wer soll dann z.B. noch wählen gehen – die kommen ja nicht mehr von der Couch runter und den Weg zum Wahllokal finden die schon gar nicht.

Zum Glück gibt es ja noch die Zuwanderer – die Fachkräfte die alle zu uns strömen, die bildungswillig sind – die uns quasi retten werden in der Not. Also wenn sich hier die Bildungsnieten anfangen selbst aufzufressen (ich hab das mal in einem Zombiefilm gesehen – scheint so das Endstadium der aktuellen Entwicklung zu sein) dann sind ja unsere Neubürger da. Studiert in der Heimat und mit den erforderlichen Deutschkenntnissen ausgestattet – das I-Phone am Mann, den Pass leider vergessen. Das sehe ich im Beruf oft genug – ein Zertifikat nach dem sie bei einer dieser Gelddruckmaschinen von Bildungsinstitut waren und jetzt einen Level Deutsch sprechen.

Ich bin da bisher nur immer von falschen Maßstäben ausgegangen. Ich dachte immer das Ziel wäre “verhandlungssicher” – so hieß das glaub ich früher.

An der dieser Stelle aus gegebenem Anlass nochmal der Hinweis auf dieses Dokument. Und – es soll Ausnahmen geben, die es schaffen meiner Vorurteilswelt entgegen zu treten – herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg.

Aber die dürfen natürlich nicht wirklich schlauer sein, als das was unsere Schulen ins Leben verabschieden – die dürfen nicht anspruchsvoller sein, als das, was das Fernsehn bietet und wirklich lesen können müssen sie auch nicht. Besser sie können es gar nicht – sie müssen sich nur drei Buchstaben merken können. Welche ist egal – CDU, SPD, FDP ….. scheiss egal. Wenn sie lesen könnten und die Wahlprogramme lesen würde und die Medien verfolgen könnten – dann wären wir ja wieder am Anfang des Problems – und schlaue Menschen braucht doch wirklich niemand, oder?

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