… wann ist man “rechts”?

Bild von Peter H auf Pixabay


Wir hören Radio, wir lesen Zeitung, wir schauen Nachrichten im Fernsehn. Aktuell hören wir Corona, Corona, Corona – da geht schon mal das Eine oder Andere unter. Oder es führt, wie bei mir dazu, das ich eher mal ne Nachrichtensendung auslasse. Das Thema Corona geht mir inzwischen sowas von auf den Senkel. Ich bin kein Corona-Leugner – die Gefahr ist real und die Maßnahmen mit Sicherheit nötig. Nur bringen mir die meisten Informationen nichts. Was interessieren mich die Infektionszahlen in Guatemala? Genauso wenig im Landkreis. Der Main-Kinzig-Kreis hat ca. 420.000 Einwohner. Aktuell haben wohl 109 von 100.000 Einwohnern eine Covid-19 Infektion. Bei einer Bevölkerungsdichte von 301 Einwohner je km² …. muß man meiner Meinung schon lange suchen – oder Glück haben einen positiven Menschen zu finden. Größere Veranstaltungen sollen auch helfen – wobei ich ehrlich gesagt keinen größeren Wert drauf lege mir den Mist auch noch einzufangen. Von daher – interessiert es mich wenig. Sagt Bescheid, wenn’s vorbei ist.

Andererseits sucht man sich dann natürlich zwischen den ganzen uninteressanten Meldungen diejenigen bei denen es noch was zum Nachdenken, Überdenken oder rummaulen gibt.

Anfang Oktober wurden in Dresden zwei Touristen mit einem Messer angegriffen. Alleine diese Meldung ist an Vielen vorbei gegangen oder mal mindestens schon wieder vergessen. Schlimm genug – aber das ist heute wohl so. Die Medien werden immer schneller, die Nachrichten verbreiten sich immer mehr – Mehr Dynamik, mehr Menge – das kann kaum noch einer aufnehmen. Im Nachhinein wurde ein 20-jähriger Mann aus Syrien festgenommen.

Keine Sorge – hier kommt jetzt nichts ausländerfeindliches. Ich schätze unser Land wie es ist. Meistens. Gerade wir als Deutsche mit unserer Geschichte sollten verstehen, wie wichtig es ist, das Verfolgte Aufnahme finden. Menschen mit einer großen Klappe wie ich im Besonderen. Allerdings sehe ich die Aufnahme als Gastrecht. Gäste haben sich an Regeln zu halten – das kann bestätigen wer sich z.B. im Ausland schon mal nicht an Regeln gehalten hat. Mir ist da noch keine Meldung untergekommen in der Stand das bei der Beschuldigung gefragt worden wäre wo man her kommt oder wer man ist. Regeln sind für alle da. Übrigens ist mir auch kein Gesetz bekannt das besagt, da Meier anders zu betrachten sei als Müller.

Um so irritierter bin ich, wenn ich dann in den Nachrichten lese, das ein Tatverdächtiger bereits vorher unter Beobachtung stand oder in anderen Fällen bereits straffällig war. Für mich als laienhaften Beobachter sieht das fast so aus, als stünden da Menschen über unseren Gesetzen. Das geht mir übrigens nicht nur in Fällen wie dem obigen so. Wie kann es sein, das die Tatsache das jemand aus einem anderen Kulturkreis stammt, unsere Gesetze anders ausgelegt werden? Mich fragt, wenn ich im Türkeiurlaub in kurzer Hose eine Moschee besichtige auch niemand nach meinem kulturellen Hintergrund. Ob die im Fall von Mord mildernde Umstände für meine Herkunft gelten lassen würden? Wohl kaum.

In Deutschland ist das natürlich anders. Immerhin sind wir wohl das Land mit den meisten Seiten Gesetztestexte – da kann schon mal was ungeeignetes dazwischen rutschen. Zum Beispiel sowas wie §60 Aufenthaltsgesetz.

Dieser Paragraph gewährt Narrenfreiheit. Und das scheinbar ohne Einschränkung – wie weit das geht, und wie lächerlich sich Deutschland dabei macht kann man schnell googeln wenn man nach dem Kalifen von Köln oder Mehmet aus München sucht. Kann sich noch jemand dran erinnern, das der Attentäter von Berlin auch unter Beobachtung stand? Und der Fall aus Dresden.

Und wieder stehen da deutsche Politiker die offen sagen: Es ist uns egal wenn deutsche Bürger ermodert werden. Scheiß auf unsere Wähler – wir können den armen Ausländer nicht abschieben, weil ihm in seiner Heimat Gewalt droht. Da ist es doch besser, wenn hier stiehlt und mordet…. Das nennt man wahre Menschenliebe.

Und diese Ausländer kennen ihre Rechte und nutzen sie gegen uns.

Ich kenne viele Ausländer – die meisten, vermutlich eher Alle die ich kenne, sind hochanständige Menschen. Ich schätze die Willkommenskultur – in Multi-Kulti sehe ich eher Vor- als Nachteile. Wenn die Regeln für alle gelten.

Und wenn jemand in unser Land kommt, weil er anderswo verfolgt wird – dann sollten wir ihm Schutz gewähren. Wenn er mit unserer Kultur und unseren Gesetzen leben kann, sich hier wohl fühlt und sich optimaler Weise soweit integriert, das er hier leben kann und will, dann soll er gerne auch bleiben. Das heisst für mich aber auch, das er unsere Sprache lernt. Nicht radebrechen, nicht Kauderwelsch – verhandlungssicher. Die Norwerger machen es vor – man muss da nichts neues erfinden.

Und hält man sich nicht an unsere Gesetze, dann fliegt man raus. Ohne nachfrage woher oder wohin. Mir ist das eigentlich herzlich egal, was denen passiert wenn sie wieder zu Hause ankommen. Falls sie Gelegenheit dazu haben, können sie dann berichten, das man sich auch in unserem Land an Regeln halten muss. Wenn nicht, wird es sich vermutlich trotzdem rumsprechen.

Ist eigentlich denen, die Gesetze wie den §60 Aufenthalts Gesetzt geschaffen haben bekannt, das Tötungsdelikte auch in den Herkunftsländern strafbar sind?

Bin ich jetzt ein Nazi, weil ich gleiche Rechte und Pflichten für alle fordere?

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1 thought on “… wann ist man “rechts”?

  1. Gleiche Rechte und Pflichten, unabhängig welchen Bereich unseres Lebens es betrifft, bekommen wir von Kindesbeinen an gelehrt.

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