… Darwinismus als Lösung?

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Gestern hatte ich mal wieder Familientag – heisst lange Autofahrt und auf Grund meiner aktuellen Lage zwei Stunden auf dem Beifahrersitz. Die Zeit konnte ich dann mal nutzen all das zu lesen, was ich sonst versuche zu ignorieren.

Ich versuche sonst immer Meldungen über irgendwelche Hirnlosen die sich die Köpfe einschlagen zu ignorieren. Wenn Menschen glauben ihre Zukunft hinge davon ab welcher Verein am Wochenende gewinnt und sich deshalb prügeln zu müssen – dann beeinflusst das mein Leben nicht. Wenn sie der Meinung sind sich bereits im Stadion prügeln zu müssen, dann ist das sicherlich gefährlich und belastend für die normalen Menschen, die sich dort aus rein sportinteressierten Gründen aufhalten – aber für mich ist das nicht von Interesse. Zum Einen möchte ich mich nicht daran beteiligen – ich bin absolut friedfertig – zum Anderen sehe ich auch im voyeuristischen Bereich nichts was das Verhalten interessant machen würde. Hat für mich ungefähr den gleichen geistigen Nährwert wie all die “Promi-Formate” im Fernsehn. Zum Glück muss man ja nicht zuschauen.

Jetzt hatten wir ja letzte Woche – zumindest ich – eine Menge Spaß an den Vorgängen in den USA. Was der orange Mann dort abgeliefert hat, hatte ja echten Unterhaltungswert – auf die Idee ist man ja bisher nicht einmal in Hollywood gekommen. Mal schauen was die jetzt draus machen – da ist ja richtig Potential drin. Was mich bisher gewundert hat, ist das es für amerikanische Verhältnisse doch noch relativ friedlich geblieben ist – offensichtlich bringen ermordete Farbige doch mehr Menschen auf die Straße, als ein vermeintlich betrogener “Nazi”. Das ist soweit schon mal beruhigend. Als in Deutschland die Massen hinter einem populistischen Schreihals her gelaufen sind hat das bekanntlich ein böses Ende genommen. Auch wenn ich Gewalt als Medium der Meinungsäußerung verurteile kann ich doch mehr Verständnis dafür aufbringen das unterdrückte Gruppen aus Verzweiflung eskalieren, als wenn dumme Menschen meinen Recht zu haben, nur weil sie lauter krakeelen und dann womöglich noch zu Gewalt greifen.

Jetzt haben wir ja – zum Glück – in Deutschland etwas, das sich freie Meinungsäußerung nennt. Und das ist gut so. Und wichtig. Manchmal eskaliert aber auch das – man denke nur mal an die ganzen grünen Pazifisten die sich schon in den 80er Jahren, mit bunten Schals vermummt, Schlachten mit der Polizei geliefert haben. Ich hätte die alle in Lager gesteckt – auf der einen Seite den Wehrdienst verweigern und dann mit der Steinschleuder auf Menschen zielen. Passt für mich irgendwie nicht. Ich hätte auch die Kosten für die Schäden und die Einsätze aufsummiert und auf die Beteiligten umgelegt – das gleiche würde ich heute … naja, dieses Jahr wohl nicht … aber sonst jedes Wochenende mit Polizeieinsätzen rund um die Gewalteskallationen anlässlich der Bundesliga machen.

Irgendwann muss man doch mal ein Mittel gegen die finden, die der Allgemeinheit aus Dummheit auf der Tasche liegen. Insbesondere in Zeiten wie heute – wo gerade wieder der Run auf das Klopapier zum Ausdruck geistiger Unterbelichtung wird und Menschen, die sich sonst nur vermummt in den Strom von gewaltbereiten “Demonstranten” trauen der Meinung sind, das “oben ohne” als Protest geeignet ist. Ich habe ja nichts dagegen, das Menschen eine andere Meinung haben als ich.

Machmal gibt es Themen – die haben mehr als zwei Seiten. Meine muss nicht immer die richtige sein – Das ist mir zum Einen egal, zum Anderen ist es gut so. Der Vorteil hier ist – wir können Corona-Sicher und gewaltfrei darüber diskutieren.

Aber müssen die deshalb das Allgemeinwohl gefährden? Und das dann auch noch mit amtlichem Darfschein? Es haben sich in den diversen sozialen Netzen allerlei wichtige und wichtigtuerische Individuen bereits zu den Vorfällen in Leipzig geäußert. Es ist in der Tat ein Witz von den Gerichten, das man Kindern ihre Martinsumzüge (ich war begeistert den Begriff zu lesen – HIER hat man die nämlich abgeschafft und durch ein konfessionsloses “Lichterfest” ersetzt. Man beachte: Das ist Willkommens-Kultur! – wenn die eigene Tradition zum Wohl der Neubürger abgeschafft wird) verbietet – auf der anderen Seite aber tausenden von (und es kann keiner sagen das er das zuvor nicht wusste) verblendeten und gewaltbereiten “Querdenkern” ein Forum für Gewalt und staatsfeindliche Propaganda bietet. Es kann nicht angehen, das man hier nicht mehr essen gehen kann – wo Gastwirte viel Geld investiert haben um Kundenbereiche zu separieren und und und ….. und da dürfen Tausende die der Meinung sind das Gesundheitsschutz ihre Grundrechte verletzt auf engstem Raum zusammen randalieren. Oh – Entschuldigung. Das hat ja natürlich keiner ahnen können und war so auch nicht genehmigt. Angesichts der bisher immer friedlichen Verläufe solcher … Manchmal denke ich, das die Entscheidungsträger für solche Veranstaltungen zu viel Realty-Tv und zu wenig Nachrichten schauen.

Jetzt wäre ich natürlich nicht einen Deut besser als die ganzen Selbstdarsteller auf Twitter, Facebook und Co. wenn ich nicht wenigstens einen Ansatz von Lösung bieten würde:

Ich habe das Bild natürlich nicht zufällig ausgewählt und auch habe ich als absoluter Nicht-Fußball-Fan die sogenannten Fußball-Fans nicht umsonst erwähnt. Fußball findet für mich auf dem Dorfrasen statt – sobald irgendwer Geld dafür bekommt, hört es auf Sport zu sein. Aber auch das ist erstmal nur meine Meinung. Jetzt erschließt sich mir natürlich, das je mehr Fans man hat, man um so größere Stadien benötigt. Und je größer so ein Stadion ist um so mehr kostet es auch. Im Bau, im Unterhalt, in der Sicherung – die Betriebskosten. Da ist man natürlich auf alle möglichen Geldquellen angewiesen – wo es hinführt, wenn man versucht das über den Bratwurst und vor allem den Alkoholkonsum der Fans rein zu bekommen, sieht man immer an der Größe der Polizei- und Notarzt-Einsätze nach den Spielen. Da scheinen die Spiele im alten Rom hingegen doch recht zivilisiert gewesen zu sein. Als Fan (man muss die Spiele nicht gut finden) konnte man seinem voyeuristischen Trieb frönen und wusste doch, das man danach gesund wieder nach Hause kommen wird. Das ist heutzutage im Stadion wohl eher nicht so. Vor Corona – aktuell ist es ja mehr als friedlich. Dummerweise laufen die Kosten für die Stadien weiter – früher kam ja zumindest alle 14 Tage mal Geld rein wenn heimgespielt wurde – heute sind auch das eigentlich nur Kosten. Vielleicht könnte man da ja was gegen tun.

Wenn man den Querdenkern Stadion-Tickets verkaufen würde – müssen nicht teuer sein – um in einem gesicherten Umfeld ihre Meinung zu äußern? Es kämen keine Unbeteiligten zu Schaden, es würden keine Läden demoliert und der polizeiliche Aufwand zur Eindämmung hielte sich auch in Grenzen. Was Live-Übertragungen aus leeren Stadien angeht haben wir inzwischen Übung und der Kundenkreis gewöhnt sich immer mehr an bezahlte Streamingdienste. Da muss doch was draus zu machen sein – es stehen schließlich genug Stadien leer. Und da ja Heimspiele nur alle 14 Tage statt finden könnte man die Tore nach der “Meinungsäußerung” für 14 Tage verschließen – dann könnten die Maskenmuffel ihre Quarantäne da auch gleich absitzen.

Am Ende zählen wir dann wieviele übrig geblieben sind – nach Darwin überleben die Starken, die Schwachen gehen unter. Wenn wir mit den Spielen die Dummen und Schwachen reduzieren können, würde den Vereinen geholfen ihre Stadien zu unterhalten und die freiheitlich demokratische Grundordnung würde respektiert.

Oder habe ich da was falsch verstanden?

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