… genug Pause gemacht

Bild von Soner Köse auf Pixabay


Weihnachten ist Vergangenheit – der Jahreswechsel liegt hinter uns. Beides war im Zeitalter von Corona vermutlich bei allen anders als gewohnt und so bleibt uns nur die Hoffnung, das das Thema Corona im Laufe des Jahres ein Ende haben wird. Im Grunde können wir es sowieso nur aussitzen.

Und im Sitzen habe ich ja inzwischen Übung, ein wenig Fortschritt wäre da echt wünschenswert. Was meine Gesundheit angeht, ist da leider noch nicht in dem Maße was zu sehen, wie ich es mir wünsche. Die Herren Ärzte versuchen zwar das ganze als positiv zu bewerten – aber, vermutlich ist das normal, mir als Betroffenem geht das alles nicht schnell genug. Immerhin habe ich jetzt meine ersten orthopädischen Schuhe – theoretisch könnte ich also loslaufen. Aber halt nur theoretisch – praktisch stehen dem noch zwei Kleinigkeiten im Wege.

Zum Einen hatte ich mal wieder mit offenen Füßen zu kämpfen – das ist leider ein Problem das immer wieder auftreten kann, insbesondere wenn man neue Schuhe bekommt. Die sind zwar für Diabetiker gefertigt – ohne Kanten, ohne Nähte im inneren, aber dennoch haben die halt gewisse Punkte wo sie zwangsläufig die Fußsohle berühren und reizen. Das soll wohl vergehen, wenn sich die Füße an die neuen Schuhe gewohnt haben. Mit meinem Charcot-Fuß besteht sowieso nicht das Risiko, das ich auf irgend einen Sale, Rabatt oder sonstigen Kokolores reinfalle. Meine Schuhe werden maßgefertigt … und alle 3 bis 4 Jahre gibt es Neue. Die Jetzigen scheinen wohl noch Konflikte mit meinen Füßen austragen zu wollen und die Heilung dauert leider ein wenig länger als bei Nichtdiabetikern. Auch wenn ich inzwischen zum Vorbild-Diabetiker mutiert bin.

Der andere Punkt ist die Knochenstruktur. Eine Erklärung zu dem Phänomen gibt es hier. Ich habe zwar den Eindruck, das die Knochen aushärten wollen – das können sie aber nur, wenn sie ständig in Form gehalten werden. Dazu müsste ich die orthopädischen Schuhe tragen – bei jedem Schritt. Sei es zum Klo, zur Kaffeemaschine …. weitere laufe ich ja ohnehin aktuell nicht …. oder zum Auto, wo mein Rollstuhl auf mich wartet. Auch während ich hier am Computer sitze, sollte ich eigentlich die Schuhe tragen – was aktuell von den Verbänden wegen der offenen Stellen verhindert wird. Jede Belastung des Fußes führt aktuell dazu, das die Stellen wo die Knochen vermeintlich zusammenwachsen wollen, wieder bricht. Keine Sorgen – ich höre das, spüren tue ich davon kaum etwas.

Es nervt …. dazu kommt, das man ja den Fortschritt nicht sehen kann. Oder auch den aktuellen Zustand – ich kann ja schlecht ein Fenster in den Fuß schneiden. Also kann ich mich nur auf mein gestörtes Empfinden und die CT/MRT Aufnahmen verlassen. Und letzteres bekommt man halt nicht jede Woche – Geduld …. das braucht seine Zeit.

Schon klar – nur ist Geduld halt nicht so meine starke Seite – schon gar nicht, wenn es um das Thema Warten geht.

Das hier so eine lange Lücke entstanden ist – der letzte Beitrag stammt aus dem November – lag übrigens nicht daran, das ich Warten geübt habe. Irgendwie hatte ich so eine Phase … wo mir jedes Thema irgendwie entweder seltsam, affig oder bedeutungslos erschien. Dazu kam dann die Adventszeit – Zeit für die Familie. Und spannender weise habe ich an mir Seiten entdeckt …. alles nur meiner Situation geschuldet. Dekorieren …. habe ich noch nie gemacht – habe ich mich auch bewusst immer raus gehalten. Aber was tut man nicht alles, wenn man weder arbeiten gehen kann noch zum shoppen raus kommt. Also dekoriert man, man bastelt …. und lässt den Computer einfach mal aus.

Habe ich natürlich nicht – ich habe einige Texte angefangen und dann liegen lassen, habe mich neben Weihnachten und meiner Gesundheit um mein anderes Projekt gekümmert und so ganz in Ruhe und ohne Stress unter Einhaltung alle Vorschriften und Beschränkungen das neue Jahr erreicht.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes und vor Allem gesundes neues Jahr. Der nächste Artikel wird nicht wieder 6 auf sich warten lassen, versprochen.

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