Staatlich organisierter Katastrophentourismus

Bild von Gerhard G. auf Pixabay 


Die jüngsten #Überschwemmungskatastrophe n zeigen uns wieder einmal deutlich wie abgehoben und abgestumpft unsere #Politik ist. Während tausende Menschen vor dem absoluten Nichts stehen, während hunderte Menschen tot und weitere noch vermisst sind, kommt dieser Tross von Politaffen (ja, ich weiß, das die Verwendung des Begriffs Affe gegenüber den Primaten beleidigend ist und entschuldige mich dafür) an die Katastrophenort um sich im feinen Anzug mit ihrem Tross ablichten zu lassen. Wir haben schließlich #Wahlkampf – da ist ‚Gesehenwerden‘ wichtiger denn je. Das man damit all die von der Arbeit abhält die aus Sicherheitsgründen das Feld räumen müssen – das die Entscheidungsträger und Führer von ihren Aufgaben abgehalten werden, damit sie irrelevante aber medienwirksame Informationsbrocken labern können – die am Ende des Tages niemanden helfen scheint keinen zu jucken. Hauptsache man wird gesehen … es ist schließlich Wahlkampf.

Beeindruckt hätte mich ein Herr #Laschet neben einem Herrn #Steinmeier und einem Trupp Bodyguards sowie jeder Menge Journalisten in Jeans und Gummistiefeln bewaffnet mit einer Schaufel die sich anbieten zwei Stunden mit anzupacken. Am Ende macht einer ein Foto der ganzen Gruppe …. DAS wäre beeindruckend. Dann könnte man sogar darüber wegschauen das der ganze Aufmarsch ein mittleres Vermögen gekostet hat – Geld das gerade in solchen Situation sicher besser vor Ort als für Reisekosten angelegt worden wäre. Und für körperlich nicht so fitte Katastrophentouristen gibt es sicher Kinderbetreuungen, Kaffeeküchen und ähnliches zu besetzen – wo Bürger seit Tagen schuften, die sich sicher freuen würden mal ne Stunde sitzen zu können.

Also liebe #Katastrophentouristen aus Berlin, Düsseldorf, Mainz und wo ihr alle her gekrochen kommt, wenn ihr eine Kamera wittert. Zeit sich in Pose zu werfen und für die Wähler an der Basis da zu sein.

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